FAQ – Kunst, Prozess & Konzept
Häufige Fragen zu meiner Kunst
Was ist das zentrale Konzept Ihrer Kunst?
Mein künstlerisches Schaffen ist tief verwurzelt in der Ästhetik des Lebens, wie ich sie durch mein soziokulturelles Umfeld in Musik, Mode und Film erlebt habe. Meine Kunst beschäftigt sich mit der Übersetzung von Musik, Sprache und gesellschaftlichen Spannungen in eine visuelle Bildsprache. Im Zentrum steht die Verbindung von Typografie, Druckgrafik und malerischer Geste. Meine Werke sind bewusst mehrdeutig angelegt und laden dazu ein, Widersprüche, Ambivalenz und offene Bedeutungsräume zu entdecken.
Was bedeutet der Begriff #4letterart?
#4letterart ist meine eigene künstlerische Bildsprache. Sie geht über ein formales Spiel mit Vier-Buchstaben-Wörtern hinaus und beschreibt die bewusste Verschränkung von Wort, Bild und Bedeutung. Sprache wird dabei nicht nur gelesen, sondern als visuelles, poetisches und emotionales Element erfahrbar.
Welche Rolle spielt Musik in Ihrem künstlerischen Prozess?
Musik ist eine zentrale Inspirationsquelle meiner Arbeit. Songtitel, Texte, Klangräume und die emotionale Energie von Musik – insbesondere aus Punk, Popkultur und elektronischen Kontexten – fließen direkt in meine Werke ein. Meine Bilder verstehen sich als visuelle Resonanzräume von Sound.
Wie entstehen Ihre Kunstwerke?
Meine Werke entstehen schichtweise in offenen, mehrstufigen Prozessen. Acrylfarben, Pigmente, Sand, Collagematerialien, Plakate, LP-Cover sowie Sieb- und Transferdruck werden kombiniert, überarbeitet, verworfen und neu zusammengesetzt. Zwischen den einzelnen Phasen lasse ich die Arbeiten bewusst ruhen, um Distanz zu gewinnen und neue Entscheidungen zu treffen._
Arbeiten Sie analog oder digital?
Ich arbeite bewusst in einem Crossover aus digitalen und analogen Techniken. Layouts, Typografie und Kompositionen entstehen häufig zunächst digital und werden anschließend handwerklich und malerisch auf die Leinwand übertragen. Dieser Bruch zwischen digitaler Vorstrukturierung und analogem Zufall verleiht den Werken Tiefe und Spannung.
Warum verwenden Sie Worte und Typografie in Ihren Bildern?
Worte und Buchstaben sind für mich keine reinen Informationsträger. Ich nutze Typografie als visuelles und poetisches Element, das Rhythmus, Reibung und Bedeutung erzeugt. Text und Bild treten in einen Dialog, der zwischen Poesie, politischer Dringlichkeit und ästhetischer Offenheit oszilliert.
Welche Themen verhandeln Ihre Arbeiten?
Meine Kunst thematisiert Identität, Wandel, Selbstfindung und gesellschaftliche Spannungen. Ich greife Einflüsse aus Popkultur, Mode, Literatur, Mythologie und Philosophie auf, remixe sie und setze sie in neue Kontexte. Wichtig ist mir dabei, keine eindeutigen Antworten zu liefern, sondern Fragen zu öffnen.
Beginnen Sie Ihre Werke mit einem festen Konzept?
Am Anfang jedes Werkes steht ein klarer konzeptioneller Impuls – ein Thema, ein gesellschaftliches Spannungsfeld oder eine persönliche Beobachtung. Im weiteren Prozess löst sich dieses Konzept jedoch bewusst auf und entwickelt sich dynamisch weiter. Das Ergebnis bleibt offen und darf überraschen.
Wann ist ein Kunstwerk für Sie fertig?
Ein Werk ist für mich dann abgeschlossen, wenn es seine konzeptionelle Idee trägt, ohne zu glatt oder abgeschlossen zu wirken. Entscheidend ist die Reibung – eine offene Stelle, an der sich Betrachterinnen und Betrachter einklinken können. Ich prüfe meine Arbeiten daher in unterschiedlichen Räumen und Lichtsituationen.
Welche Materialien verwenden Sie?
Ich arbeite mit Acrylfarben, Pigmenten, Sand, Collagen, Papier, LP-Covern sowie Sieb- und Transferdrucktechniken. Die Materialität spielt eine zentrale Rolle, da sie Spuren, Tiefe und körperliche Präsenz im Bild erzeugt.
Welche Rolle spielt Zeit in Ihrem Schaffensprozess?
Zeit ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit. Viele Werke entstehen über Wochen oder Monate. Phasen des Arbeitens wechseln sich mit bewussten Pausen ab, in denen sich neue Ideen, musikalische Impulse oder emotionale Zustände in das Werk einschreiben können.
Wie würden Sie Ihre künstlerische Haltung beschreiben?
Meine künstlerische Haltung ist geprägt von Ambivalenz, Reibung und Offenheit. Ich verstehe Kunst nicht als geschlossenen Ausdruck, sondern als einen Raum, in dem Gegensätze sichtbar werden dürfen – roh und ästhetisch zugleich.
Was sollen Betrachterinnen und Betrachter aus Ihren Werken mitnehmen?
Ich wünsche mir, dass meine Werke nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden. Sie sollen Fragen auslösen, Emotionen wecken und Raum für eigene Interpretationen öffnen. Kunst verstehe ich als Einladung, vertraute Sichtweisen zu hinterfragen und neue Perspektiven zuzulassen.
Wo und wie kann ich die Werke kaufen?
Am besten kontaktieren Sie mich über das Kontaktformular oder senden mir Ihre Anfrage per E-Mail.